October 19, 2021

Viele Unternehmen, gerade in Deutschland, haben immer noch Vorbehalte gegen die Cloud. Die größte Sorge hierbei ist, die eigenen Daten und Produkte aus der Hand zu geben. Um dieser Sorge entgegenzuwirken, gibt es jedoch zahlreiche Gegenmaßnahmen der großen Cloud-Anbieter. Zu nennen sind zum Beispiel GDPR Compliance und regionale Datenhaltung. Dabei bietet die Cloud große Chancen, um Innovation in Unternehmen voranzutreiben. Diese Chancen und mögliche erste Schritte in Richtung Cloud betrachten wir in diesem Blogbeitrag. Der Fokus liegt dabei auf den Daten und dem Informationsgewinn. Die gewonnenen Erkenntnisse lassen sich jedoch auch auf andere IT- und Informatik-Bereiche ausdehnen.

Demokratisierung von Entscheidungen

In den letzten Jahren ist die Komplexität der täglichen Welt um uns herum dramatisch gestiegen. In Mickey McManus Buch “Trillions” ist zu lesen, dass die Halbleiter-Industrie schon vor 10 Jahren den Punkt erreicht hat, an dem sie mehr Transistoren herstellt, als Reiskörner produziert werden. Die globale Verknüpfung von allem – Menschen und Maschinen – verstärkt die Komplexität durch die Erschließung und den Verbund immer neuer Domänen. Ein Beispiel dafür ist das “Internet der Dinge”: Mobile Endgeräte sind mit allen möglichen Geräten, z. B. Kühlschränken, Produktionswerkzeugen oder Autos verknüpft, treiben Innovation. Gleichzeitig werden wir mit immer mehr Informationen überflutet – ganz egal, wo wir sind. Der Trend erreicht uns zu Hause, genauso wie im Büro oder der Fabrik.

Die Welt-Ökonomie ist ebenfalls komplex geworden. Verschiedene Länder und Handelswege sind global miteinander verknüpft und beeinflussen sich wechselseitig. Durch die Lösung von alten Problemen haben wir uns neue geschaffen, die es nun zu lösen gilt. Zusätzlich werden zeitliche Fenster für die Entscheidungsfindung immer kleiner. In Unternehmen finden täglich Entscheidungen auf jeder Hierarchiestufe statt. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Mitarbeiter ohne Hindernisse, von verschiedenen funktionalen Entitäten aus, On-Demand, pünktlich und geschützt durch Sicherheits- und Governance-Richtlinien Zugriff auf Daten benötigen. Dies führt hin zu einer offenen und datenbasierten Organisationskultur.

In der folgenden Grafik von Gartner lässt sich dieser Trend sehr deutlich ablesen.

Data Assets dienen in vielen Firmen bereits der Verbesserung von internen Prozessen, der Ergänzung der bestehenden Produkte und Dienstleistengen oder zur Erschließung neuer Geschäftsfelder. Auch neuere Trends wie die Verknüpfung mit Geschäftspartnern oder die Monetarisierung von Daten nehmen an Bedeutung weiter zu.

Ein zentrales Datenlager mit Daten bereit zur Analyse

Diese Trends müssen in modernen IT-Architekturen von Unternehmen berücksichtigt werden. Es gilt eine analytische Plattform zu schaffen, die jedem Mitarbeiter mit analytischen Bedarfen offensteht. Dabei ist das Schlüsselwort „eine“ besonders hervorzuheben. Damit verschiedene unternehmerische Einheiten kohärente Entscheidungen treffen können, gilt es, einen „Single Point Of Truth“ zu schaffen. Die Daten an diesem Punkt müssen dabei konsolidiert und harmonisiert werden, um sie überhaupt gemeinsam betrachten zu können. Weiter sollte diese Plattform alle relevanten Datenquellen eines Unternehmens einschließen. Dabei ist nicht jeder Anwender in der Lage, die Daten für seine Zwecke zu bearbeiten. Deshalb sollten die Daten schon für Analyse-Zwecke vorbereitet sein, sei es im Roh-Format oder in dedizierten Data-Analytics-Tools wie Power BI, Qlik Sense oder Tableau.

Hinzukommt, dass Entscheidungen immer schneller getroffen werden müssen. Daher entsteht hoher zeitlicher Druck bei der Datenbereitstellung und eine zuverlässige Quelle mit globaler Verfügbarkeit gewinnt an Bedeutung. Die Faktoren „Verfügbarkeit“ und „Erreichbarkeit“ schreien geradezu nach einer zentralen Cloud-Lösung.

Ein weiterer Vorteil: TCO – Total Cost of Ownership

Doch die Cloud bringt auch handfeste finanzielle Vorteile. Dies zeigt eine TCO-Rechnung, die nicht nur das initiale Investment, sondern auch alle begleiteten Leistungen sowie den Betrieb einer Plattform betrachtet. Dabei gibt es beim initialen Investment schon Potenzial, Geld zu sparen. Cloud-Technologien sind elastisch und unterstützen dadurch flexibel heutige und zukünftige Anwendungsfälle. Folgende Grafik zeigt, wie sich dieses Prinzip auswirkt.

Quelle: https://aws.amazon.com/de/economics/

Während bei klassischer Hardware-Provisionierung ein hohes Initial-Investment eingesetzt werden muss, gibt es mit Cloud-Lösungen die Möglichkeit, flexibel entsprechend des Bedarfs zu skalieren und über die Zeit mitzuwachsen. Dadurch ergeben sich zwei direkte Vorteile:

  • Durch das sogenannte „Pay-as-you-go“-Prinzip wird Über-Provisionierung verhindert. Man muss nicht für die größte Ausbaustufe oder den täglichen Peak planen, sondern zahlt immer nur das, was aktuell konsumiert wird.
  • In klassischen Deployments werden die Maximal-Bedarfe vorher abgeschätzt. Dies führt dazu, dass bei unerwartet steigenden Anforderungen nicht flexibel reagiert und somit das erhöhte Aufkommen nicht bewältigt werden kann. Im schlimmsten Fall sind die Dienste dadurch nicht erreichbar.

Neben der Frage der Bereitstellungskosten gibt es weitere Einflussfaktoren. Generell erreichen Cloud-Deployments schneller Marktreife, da weniger an Architektur und administrativer Bereitstellung gearbeitet werden muss. Reduzierte Time-to-Market schafft schneller Transparenz und dadurch wird der eigentliche Business-Case auch schneller bewältigt. Zusätzlich spart die schnelle Implementierung von analytischen Anwendungsfällen Zeit und Geld für teure Entwicklungsarbeit. Auch das Hinzufügen neuer Datenquellen ist, vor allem international, einfach und somit günstig. Dies liegt vor allem an den fest definierten Architektur- und Migrationspfaden, die mit weitreichenden Best-Practices etabliert und erprobt sind.

Zu guter Letzt wird die Sicherheit des Rechenzentrums durch den Cloud-Anbieter sichergestellt. Folgt man deren Richtlinien sind diese Umgebungen extrem gut geschützt. Microsoft gibt jedes Jahr 1 Milliarden Euro für die Sicherheit seiner Rechenzentren aus und beschäftigt hierzu einen Stab aus über 1.000 Experten. Damit können die wenigsten Unternehmen mithalten. So müssen sich Kunden von Cloud-Anbietern zwar auch mit Security auseinandersetzen, aber die fixen Sicherheitsmerkmale der Cloud reduzieren Risiken drastisch und sind schnell und einfach umzusetzen.

Fazit

Die Skepsis gegenüber Cloud-Lösungen ist nach wie vor groß. Diese Bedenken sind jedoch unbegründet, da die Sicherheit gerade bei großen Cloud-Anbietern wesentlich besser ist als in einem Großteil der Unternehmen. Hinzukommen Vorteile wie einfache Skalierbarkeit und finanzielle Benefits.

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