Qlik Cloud Analytics: Welches Lizenzmodell passt zu deinem Unternehmen?
Viele Unternehmen stehen vor der Frage, welches Qlik Cloud Paket wirklich zu ihren Anforderungen passt. Dieser Beitrag zeigt dir die wichtigsten Unterschiede der Tarife, erklärt das Preismodell und hilft dir, typische Fehlentscheidungen zu vermeiden.
Mit dem kapazitätsbasierten Preismodell von Qlik Cloud Analytics zahlst du nicht pro Nutzer, sondern primär nach dem Datenvolumen, das in deiner Cloud-Umgebung analysiert wird. Qlik vergleicht das gerne mit einem Mobilfunkvertrag: Du buchst ein Datenpaket zu einem festen Preis und wissen im Voraus, was auf dich zukommt. Aktuell stehen vier Tarife zur Wahl: Starter, Standard, Premium und Enterprise — die sich in Kapazität, Funktionsumfang und Skalierbarkeit deutlich unterscheiden.
Die vier Tarife im Überblick
Starter
Starter (ab 300 $/Monat) richtet sich an kleine Unternehmen, die erstmals cloudbasierte Analysen einsetzen. Enthalten sind 10 User und ein festes Volumen von 10 GB analysierten Daten (s.u.), das sich nicht erweitern lässt. Dafür bekommt man alle Kernfunktionen: interaktive Dashboards, AI-gestützte Analysen, Standardkonnektoren für hunderte Datenquellen, 50.000 Standardautomatisierungen pro Monat und die automatisierte Berichtserstellung (250 Berichte/Monat).
Der Support beschränkt sich auf die Qlik Community. Die maximale App-Größe liegt bei 5 GB.
Standard
Standard (ab 825 $/Monat) hebt die Datenbeschränkung auf: Ab 25 GB analysierten Daten (s.u.), erweiterbar in 25-GB-Schritten. Entscheidend ist der Sprung beim Nutzerzugang — Standard öffnet die Plattform für alle Anwender im Unternehmen, bietet kontrollierte und gemeinsame Spaces für Governance und Zusammenarbeit, Augmented Analytics und 24/7-Support.
Die Automatisierungen steigen auf 100.000 Standard- und 100 Drittanbieterautomatisierungen. Die automatisierte Berichtsverteilung umfasst 1.000 Berichte pro Monat. Außerdem erhält man Zugang zu Qlik Answers (GenAI-Assistent) mit 200 Fragen und 5.000 indizierten Seiten.
Premium
Premium (ab 2.750 $/Monat) ist der beliebteste Tarif und das mit gutem Grund: Ab 50 GB Datenkapazität (erweiterbar in 25- oder 250-GB-Paketen, Kalkulation s.u.) kommen hier die wirklich differenzierenden Features hinzu. Qlik Predict ermöglicht Predictive Analytics mit automatisiertem Machine Learning — 5 deployed Modelle bei bis zu 10 Millionen Datensätzen. Die GenAI-Kapazität steigt auf 1.000 Fragen und 6.000 indizierte Seiten. Premium schaltet außerdem Enterprise Single Sign-On (SSO), eigene Identity Orovider und Bring-Your-Own-Key zur zusätzlichen Verschlüsselung der Daten frei, ermöglicht anonymen/öffentlichen Zugriff auf Analysen und erweitert die Datenquellen um SAP, Mainframe und Legacy-Systeme (via Qlik Talend Cloud).
Die maximale App-Größe steigt auf 10 GB, die Berichtsverteilung auf 5.000 pro Monat, und 200.000 Standard- plus 1.000 Drittanbieterautomatisierungen stehen zur Verfügung.
Enterprise
Enterprise (Preis auf Anfrage) baut auf Premium auf und richtet sich an Organisationen mit großem Datenvolumen und komplexen Anforderungen. Enterprise bietet grundsätzlich alle Features von Premium, jedoch mit größerem Umfang: Start ab 250 GB Datenvolumen (s.u.), Qlik Apps bis 15 GB Standard (bis zu 40 GB zukaufbar), 3 GB persönlicher Bereich, 10 deployed ML-Modelle mit 100 Millionen Datensätzen, 25.000 Berichte/Monat, 400.000 Standard- und 5.000 Drittanbieterautomatisierungen, regionsübergreifende (eigene, zusätzliche) Mandanten. Für Unternehmen mit strengen Governance-Anforderungen und globaler Datenlandschaft ist dieses Tier die natürliche Wahl.
Was bedeutet „Data for Analysis“ eigentlich?
Die zentrale Abrechnungsmetrik heißt Data for Analysis und misst das Gesamtvolumen der in Qlik Cloud geladenen und gespeicherten Daten (vgl. https://help.qlik.com/en-US/cloud-services/Subsystems/Hub/Content/Sense_Hub/Admin/subscription-value-meters-data-for-analysis.htm). Aber Achtung: Gemessen wird nicht die komprimierte Dateigröße in deiner Quelldatenbank, sondern die unkomprimierte Größe der Daten zum Zeitpunkt der Aufnahme in Qlik Cloud. Viele Datenbanken speichern Daten intern komprimiert. Das tatsächliche Volumen beim Laden kann daher deutlich größer ausfallen.
Konkret setzt sich die Metrik aus drei Komponenten zusammen: dem Volumen externer Daten, die über Qlik Sense Apps geladen werden, der resultierenden QVD-Dateigröße bei der Nutzung von Qlik Data Gateway – Data Movement sowie der Dateigröße direkt hochgeladener oder erzeugter Dateien.
Das System misst täglich den Verbrauch und bildet daraus einen täglichen Peakwert. Der höchste Tageswert im Monat ergibt den sogenannten Monthly Peak (Hochpunkt). Dieser wird gegen deine gebuchte Kapazität abgeglichen. Wird die Kapazität überschritten, können Zusatzkosten entstehen. Du wirst aber rechtzeitig benachrichtigt.
Für die Praxis besonders relevant: Daten, die einmal geladen und in mehreren Apps desselben Tenants genutzt werden, zählen nur einmal. Daten in persönlichen Spaces fließen nicht in die Berechnung ein. Apps, die nur per Binary Load oder aus bereits vorhandenen QVDs laden, erzeugen keinen zusätzlichen Verbrauch.
Und ein cleverer Tipp: Lade externe Daten einmal zentral in QVD-Dateien und lasse deine Apps aus diesen QVDs lesen. So vermeidest du doppelte Zählung und optimierst deinen Verbrauch erheblich. Hierdurch können auch inkrementelle Ladevorgänge unterstützt werden, so dass das Datenvolumen durch Übertragung beim „Landing“ in der Cloud verringert werden kann.
Warum sich ein höheres Tier lohnt
Der Sprung von Starter auf Standard lohnt sich, sobald das 10-GB-App-Limit oder die feste User-Anzahl zum Engpass wird. Standard öffnet die Plattform für das gesamte Unternehmen und bringt professionellen 24/7-Support.
Von Standard auf Premium wird es strategisch interessant: SSO-Integration, Predictive Analytics mit Qlik Predict, SAP- und Mainframe-Konnektoren und deutlich mehr Automatisierungskapazität machen den Unterschied zwischen einem BI-Tool und einer unternehmensweiten Analytics- und AI-Plattform.
Enterprise schließlich adressiert Organisationen, die maximale Skalierbarkeit, große App-Formate, regionsübergreifende Mandantenfähigkeit und ein individuell zugeschnittenes Paket benötigen.
Welches Lizenzmodell am besten zu dir passt, hängt von deinem Datenvolumen, der Anzahl der Anwender und dem gewünschten Automatisierungs- und AI-Grad ab. Gerne beraten wir dich bei der Auswahl.




