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Wann ist eine Datenstrategie nötig?

Eine Datenstrategie ist kein Allheilmittel – aber sie ist eines der wichtigsten Werkzeuge, um Datenwertschöpfung im Rahmen der digitalen Transformation strukturiert und nachhaltig umzusetzen.

Dafür braucht es allerdings mehr als nur Technik:
Du musst auf allen Ebenen im Unternehmen Verständnis schaffen und das Verhalten verändern – nur so wird aus Daten echter Unternehmensmehrwert.

Typische Symptome einer fehlenden Datenstrategie

Hier findest du einige klare Warnsignale, die zeigen, dass dein Unternehmen (noch) keine solide Datenstrategie hat – und dass es Zeit wird, das zu ändern:

Fehlende Daten-Vision

Aus eurer Unternehmensstrategie geht nicht hervor, wie Daten künftig Geschäftsmodell, Prozesse oder Produkte beeinflussen sollen?
Dann fehlt eine klare Vision.
Gerade das Management und die Fachbereichsleitung brauchen Datenkompetenz (Data Literacy), um Potenziale und Grenzen von Analytics und KI richtig einschätzen zu können.
Eine Datenstrategie hilft dir, diese Potenziale zu erkennen und im Unternehmen zu verankern – gegebenenfalls auch mit externer Unterstützung.

Unklare Rollen und Verantwortlichkeiten

Wer ist eigentlich verantwortlich für Datenthemen? Gibt es bei euch eine zentrale Rolle wie einen Chief Data Officer oder ein Gremium, das unternehmensweite Entscheidungen für Daten trifft?
Wenn nicht, fehlt die Struktur, um Datenmanagement und Governance effizient zu steuern.
Eine gute Datenstrategie definiert klare Verantwortlichkeiten und schafft Transparenz.

Daten-Silos

Ein Klassiker: Daten liegen in unterschiedlichen Systemen, werden mehrfach gespeichert und widersprechen sich.
Das Ergebnis: Kein einheitliches Bild, keine „Single Source of Truth“.
Ohne eine zentrale, abteilungsübergreifende Datenbasis ist es unmöglich, Kennzahlen konsistent zu bewerten – und wertstiftende Datenlösungen bleiben ungenutzt.

Daten-Team-Silos

Auch zwischen den Daten-Teams herrscht oft Abschottung.
Jeder arbeitet für sich – ohne Austausch oder gemeinsame Standards.
Das führt zu redundanten Analysen, widersprüchlichen Ergebnissen und verschwendeter Arbeitszeit.
Eine klare Datenstrategie sorgt dafür, dass Teams miteinander statt nebeneinander arbeiten.

Fehlende Transparenz über Datenherkunft

Weißt du, woher deine Daten wirklich stammen?
Wenn nicht, fehlt Transparenz in der Datenarchitektur und Lineage – also in der Nachverfolgbarkeit der Datenflüsse.
Dieses Wissen ist entscheidend, um Vertrauen in Daten aufzubauen und sie effektiv zu nutzen.

Datenqualitätsprobleme

Schlechte Datenqualität ist einer der häufigsten Gründe, warum Datenprojekte scheitern oder Potenziale ungenutzt bleiben.
Sie führt zu falschen Entscheidungen, höheren Kosten und doppeltem Aufwand – weil dieselben Probleme in verschiedenen Projekten immer wieder auftauchen.
Eine Datenstrategie definiert klare Regeln für Qualität, Pflege und Nutzung.

„Das müsste doch besser gehen!“

Kennst du den Satz?
Wenn Mitarbeitende das Gefühl haben, dass Prozesse effizienter laufen könnten, die Informationen aber „eigentlich vorhanden sind“, dann steckt hier enormes Potenzial.
Ohne eine Datenstrategie fehlen jedoch Strukturen, um solche Ideen systematisch aufzunehmen, zu bewerten und umzusetzen.

Fazit: Zeit, deine Datenstrategie zu entwickeln

Wenn du dich in diesen Symptomen wiedererkennst, ist das ein deutliches Zeichen: Es gibt Potenzial, das du mit einer Datenstrategie heben kannst.
Sie hilft dir, Daten im Unternehmen gezielt, effizient und wertschöpfend zu nutzen – mit klaren Verantwortlichkeiten, besserer Transparenz und höherer Qualität.

Welche dieser Symptome kennst du aus deinem Unternehmen?
Vielleicht ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, deine Datenstrategie auf den Prüfstand zu stellen.